Torgelow U20w

Nach der langen Fahrt quer durch die Republik kam man gegen 21:00 Uhr im Nahe der polnischen Grenze gelegenen Towrgelow (Mecklenburg Vorpommern) an.
Die erste Runde begann am folgenden Vormittag. Der Gegner war die an Nummer 3 gesetzte Mannschaft der SG Bochum 1931. Mit einem schnellen Erfolg, konnte unser Nesthäkchen Daniela Schäfer für den ersten Punkt sorgen. Mit gerade 11 Jahren war sie zugleich die jüngste Teilnehmerin des Turniers. Darauf gelang es Anita Rüdel und Kathrin Ströhle ihre Partien zu remisieren, wodurch der erste Mannschaftspunkt gesichert wurde. Zugleich stellte diese Punkteteilung die einzige Überraschung dar, da sonst die Favoriten klar gewannen.
In der zweiten Runde waren die Damen des SV Dortmund/Brakel die Gegner. Wie schon am Vormittag konnte Daniela Schäfer mit einem schnellen Sieg die Tammer in Führung bringen. In der Folgezeit konnten Nadine Bonfert und Anita Rüdel ihre Partien remisieren, wodurch der nächste Mannschaftspunkt gesichert wurde. Kathrin Ströhle setzte sogar noch einen darauf, indem sie ebenfalls remisierte. Im Endspiel Turm gegen Dame gelang es ihr den letzten gegnerischen Bauern zu erobern und der Gegnerin blieb nichts anderes übrig als durch Dauerschach die Punkteteilung herbeizuführen. Somit konnte der erste Mannschaftserfolg verbucht werden. Am zweiten Tag konnte also mit 3:1 Punkten der nächste Gegner kommen. Als nächstes traf man auf den Saarländische Vertreter der SG Wadgassen/Differten. Leider musste hier schnell ein 0:1 Rückstand verkraftet werden. Nach dem Remis von Anita Rüdel sah es noch etwas schlechter aus und nachdem Nadine Bonfert nach langem Kampf ebenfalls nur Remis erreichte, lag alle Last auf Kathrin Ströhle an Brett 1, die sich im Verlauf der Partie schon zwei Mehrbauern erkämpft hatte. Doch das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ist häufig Remis. Doch durch aktives Spiel gelang es ihr die Partie zu gewinnen und somit den nächsten Mannschaftspunkt sichern. Frisch gestärkt die Tammer auf die Mannschafts des Ausrichters SV Torgelow. Hier konnte Daniela Schäfer für die erste Punkteteilung sorgen. Leider blieb es dabei, da die restlichen Partien von den Gastgebern gewonnen wurden. Somit stand die erste Niederlage fest. Am Morgen des dritten Tages gab es ein Süddeutsches Duell gegen die SG Ichenhausen/Kötz (Bayern). Hier konnte Kathrin Ströhle schnell gewinnen, da ihre Gegnerin trotz ausgiebiger Vorbereitung einen Fehler in der Eröffnung machte. Für den zweiten Punkt sorgte Daniela Schäfer. Nach langer Verteidigung errung Anita Rüdel das zum Mannschaftserfolg ausreichende Unentschieden. Als Dank für die starke Leistung am morgen, gab es am Nachmittag den Titelverteidiger Leipzig Gohlis als nächsten Gegner. Mit 10:0 Punkten wieder auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Nach der schnellen Niederlage am ersten Brett gegen die mehrfache deutsche Meisterin Melanie Ohme lag das Team schnell im Rückstand. Einmal mehr konnte Daniela Schäfer ihre Gegnerin zur Aufgabe zwingen, was bei 300 DWZ-Punkte weniger eine große Überraschung darstellt. Nach dem Ausgleich konnten die Sachsen an den weiteren Brettern konnten die Sachsen ihre Erfahrung aus der Damenbundesliga demonstrieren und ihre Partien klar gewinnen. Zudem konnte sie sich gleichzeitig die vorzeitige Titelverteidigung sichern. Am letzten Tage erwartete gab es das Duell mit der SG Porz. In den bisherigen Begegnungen mit dieser Mannschaft diente man nur als Punktelieferant und Meistermacher. Doch hier war das Tammer Team durch die Erfolge in den vorhergehenden Runden favorisiert. Dieser Rolle wurde man auch schnell gerecht, nachdem Daniela Schäfer und Kathrin Ströhle mit ihren Siegen die 2:0 Führung herstellten. Einmal mehr konnte Anita Rüdel mit einem Remis den Mannschaftserfolg sicherstellen. Mit 8:6 Punkten erreichte die Mannschaft des Schachclub Tamm den 6. Platz. Auf Platz 7 mit 7:7 Punkten landete die Mannschaft des SV Stuttgart-Wolfbusch.

1. Leipzig Gohlis
2. SV Torgelow
3. SG Bochum 1931

Mit ihrer sensationellen Leistung am 4. Brett gewann Daniela Schäfer mit 5,5 Punkten aus 7 Partien den Brettpreis und konnte damit die Leipziger Dominanz durchkreuzen, die die Brettpreise für Brett 1-3 gewannen.

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